Was tun - nicht nur in München?

Womit soll ich meine Zeit verbringen?

Diese Frage haben sich schon viele gestellt. Wir haben ein paar Gedanken, Anregungen und Tipps für dich zusammengestellt.

Neu in München

Neu in der Großstadt. Du triffst täglich Menschen in der U-Bahn, beim Einkaufen, im Hausflur und doch hast du noch nie mehr von ihnen gehört als ein mehr oder weniger freundliches „Grüß Gott“ - wenn überhaupt. Natürlich gibt es die Kolleg*innen in Arbeit und Ausbildung oder die Kommiliton*innen im Studium und doch sind es oft nur flüchtige Bekanntschaften, die man außerhalb von Arbeit, Ausbildung oder Studium nicht oft sieht.

Umringt von Menschen und doch manchmal etwas einsam. Das Kennenlernen neuer Freunde in einer Stadt wie München gestaltet sich oft schwieriger, als man es sich vorstellen würde. Die scheinbar einfachste Variante neue Kontakte zu knüpfen ist so banal und doch so einfach: einfach ansprechen. Auf Partys, in der U-Bahn, wo auch immer. Jedoch möchte nicht jede*r an einer Supermarktkasse oder Bushaltestelle angesprochen werden und die obligatorischen 1,5 m Abstand  und Maske machen das Ganze auch nicht einfacher.

Man kann also Glück haben oder aber doch riskieren als die creepy Person abgestempelt werden, die die ganze Zeit ungefragt Leute anspricht…

Sucht man online, wird man schnell fündig auf der Suche nach gleichgesinnten. Es gibt unzählige Facebook Gruppen, Apps und Foren in denen Menschen sich vernetzen. Der Vorteil daran ist, dass man in solchen Gruppen direkt mit den Menschen in Kontakt ist, die auch auf der Suche nach Austausch sind.

Es ist ein bisschen wie in einen Verein zu gehen (übrigens auch ein guter Ort, um Leute kennenzulernen). Sich mit Menschen mit den gleichen Interessen zusammentun und Hobbies teilen. Es ist also möglich auch online Kontakte zu knüpfen und neue Leute kennenzulernen und dank der unzähligen Videokonferenzplattformen oder dem Telefon auch Kontakt zu Freunden zu halten.

Dennoch sehnen wir uns nach den Konzerten, Biergartenbesuchen und sogar Bürogängen und unsere Kolleg*innen, nach persönlichen Kontakten und abhängen mit (neuen) Freunden.

Solltest du dich in diesem Text wiedergefunden haben, komm doch mal bei einer unserer Veranstaltungen vorbei 😉 

Vom Zauber des Machens – Faszination Mikro-Abenteuer

Abenteuer. Allein das Wort weckt schon Kribbeln im Bauch und Bilder von Reisen in unbekannte Länder oder aufregende Aktivitäten im Extremsport-Bereich. Doch es muss nicht immer gleich das Besteigen des Mount Everest oder ein Fallschirmsprung sein, um Abenteuer erleben zu können. Eine wachsende Gruppe von Menschen, auch hier in Deutschland, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Abenteuer „alltagstauglich“ zu machen. Die Erlebnisse, die sie dabei kreieren, nenne sie „Mikro-Abenteuer“. Der Begriff ist dabei die wörtliche Übersetzung des englischen „Microadventures“, dem Titel eines Buchs das britischen Abenteurers Alastair Humphrey, der damit im Jahr 2014 den Trend so richtig gestartet hat.

 

Feste Regeln, was als Mikro-Abenteuer gilt, gibt es nicht. Humphrey bezeichnete mit dem Begriff in seinem Buch alle Outdoorunternehmungen, die „kurz, einfach, lokal, günstig und trotzdem aufregend, lustig, herausfordernd, erfrischend und bereichernd”sind. Es geht also in erster Linie darum, nicht weit weg fahren und viel Geld und Zeit investieren zu müssen, um etwas besonderes Erleben zu können.

 

Der Deutsche Christo Förster, der einer der stärksten Botschafter für Mikro-Abenteuer in Deutschland ist, hat für sich selbst folgende Spielregeln festgelegt:

 

  1. Nur öffentliche Verkehrsmittel inkl. Bahn (kein Auto, kein Flugzeug)
  2. Draußen übernachten (ohne Zelt)
  3. insgesamt maximal 72 Stunden unterwegs sein
  4. und natürlich #leavenotrace – alles wieder so verlassen, wie ich es vorgefunden habe.

 

In seinen Büchern beschreibt er einige Ideen, wie man sein ganz eigenes Abenteuer vor der Haustür gestalten kann. Das reicht dann von der Besteigung des höchsten Punktes im eigenen Landkreis über eine Nacht-Radltour in die nächste Großstadt bis hin zum Übernachten in der Hängematte im Wald.

Eine besondere Form ist das „5- to -9 Abenteuer“, bei dem man sofort nach Arbeitsende zum Abenteuer aufbricht und nach einer Nacht voller Erlebnisse am nächsten Tag wieder im Büro auf der Matte steht. So kann auch eine normale Arbeitswoche mit Erinnerungen fürs Leben bereichert werden.

Wenn ihr selbst einmal ein Mikro- Abenteuer erleben wollt findet ihr im Internet viele Ideen und Anregungen, was andere Abenteurer schon so alles erlebt haben. Oder ihr schaut euch eure ganz persönliche Umgebung an, und geht dort einfach mal auf Entdeckungstour. So oder so, das wichtigste ist: Einfach mal machen!

Wir wünschen euch viel Spaß bei euren Abenteuern im Sommer!

 

P.S. Wir sind neugierig! Wenn ihr ein Mikro-Abenteuer durchführt erzählt uns doch gerne davon oer schickt uns Fotos davon auf Insta. Ihr findet uns dort unter @junge_erwachsene_muenchen.

Werde aktiv! Gestalte soziale Projekte mit der youngcaritas München

Hast Du Lust dich zu engagieren und gleichzeitig neue Leute kennenzulernen? Bist Du zwischen 14 und 30 Jahre alt und wohnst in München (Stadt oder Landkreis)? Dann bist Du bei youngcaritas München genau richtig!

Gestalte mit uns und anderen Engagierten soziale Projekte! Wir zeigen dir, was Du tun kannst, um anderen Menschen konkret zu helfen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du dich regelmäßig oder gelegentlich ehrenamtlich engagierst. Außerdem erfährst Du mehr über Armut, Klimaschutz und Vielfalt.

Alle unsere Angebote sind kostenfrei und du kannst dich hier direkt für Termine anmelden.

Von A wie Anti-Rassismus-Postkarten über K wie Kleidertauschparty, P wie Platz für Toleranz bis hin zu S wie Smartphone-Sprechstunde. Wir sind sicher, dass Du etwas Passendes für dich findest.

Für noch mehr Infos folge uns auf Instagram oder schreibe uns via WhatsApp um den monatlichen Newsletter zu erhalten.


youngcaritas ist die Plattform der Caritasverbände für soziales Engagement junger Menschen in Deutschland und Europa.

Hilfe für die Ukraine - Teil 1

Ein Einblick in das Erleben dreier Personen, die sich für ukrainische Geflüchtete Einsetzen

Wie alles begann

Sosha:

„Am 24. Februar wachte ich auf und das erste was ich sah, war die WhatsApp Nachricht einer guten Freundin: "Hey Sofia! Ich hoffe dir, deinem Mann und euren Familien geht es gut. Es ist einfach schrecklich." Nicht sofort konnte ich begreifen, was eigentlich passiert ist. Ich wollte es nicht begreifen. Erst zwei Wochen zuvor saß ich bei meiner Familie in Charkiw, Kyjiw und Dnipro, habe meine Oma lachen sehen, schlenderte die Straßen meiner Kindheit entlang und diskutierte mit Freunden über die schon damals beunruhigen Nachrichten. Ich wollte es nicht begreifen. Ich bin in der Ukraine geboren, habe dort viele Erinnerungen sammeln können und fühle mich sehr tief verbunden mit meiner Heimat. Eine Heimat, die heute die schrecklichsten Dinge erleben muss. 

Ich antwortete meiner Freundin: "Unseren Familien geht's den Umständen entsprechend gut. Wobei die tatsächlich auch Bomben hören, Essen horten und solche Sachen... Wir machen uns gerade unglaubliche Sorgen und wissen nicht wirklich wir helfen können... Wir gehen heute erstmal demonstrieren." 

Augenblicke später fand ich mich in der Innenstadt wieder, umarmte meine Freunde und wir weinten gemeinsam über die schreckliche Situation. Ich weiß noch genau, wie sich dieser Tag angefühlt hat. Wie leer und nutzlos ich mir vorgekommen bin. Wie jede Zelle meines Körpers nach Hilfe schrie und ich einfach nur Gerechtigkeit und Frieden für diese brutale Welt wollte. Doch es trat nie ein, bis heute. Am Ende der dritten Demonstration an diesem Tag, spürte ich, dass das Verlangen nach Gemeinschaft stärker denn je war. Wir müssen zusammenhalten. Wir dürfen jetzt keinen allein lassen, wir brauchen die gegenseitige Unterstützung jetzt umso mehr.

... 

In den ersten Wochen klingelte mein Telefon pausenlos - wir haben Wohnraum, Transporte und Sachspenden organisiert, in einer Größenordnung, in der wir uns das vorher nicht vorstellen konnten. Über 4.000 Familien haben über uns ihren Weg nach München gefunden, zeitweise waren 700 UkrainerInnen täglich vor Ort und haben sich mit dem Nötigsten eingedeckt. Jeden Tag standen etwa 200 neue und altbekannte HelferInnen auf der Matte und haben mit angepackt, telefoniert, eine Schulter zum Weinen bereitgestellt. Für mich war es der einzige Weg um nicht verrückt zu werden und etwas sinnvolles zu tun. Ich habe sogar meinen regulären Job gekündigt und meine ganze Kraft und Energie in Sache gesteckt. Der Krieg ist leider noch lange nicht vorbei und somit setzen wir uns auch weiterhin für diejenigen Menschen ein, die unsere Hilfe benötigen.“

Anne:

 „Am 24. Februar, als ich die Nachricht gelesen habe, dass Russland die Ukraine attackiert, erschien mir meine Onlinefortbildung im Homeoffice sowas von unwichtig. Ich wohne mit Sosha und Ihren Mann, zwei Ukrainer*innen, zusammen und zwei Wochen vorher war ich mit ihnen in der Ukraine gewesen, habe Land und Leute kennenlernen dürfen und somit war ich gedanklich sofort bei diesen Menschen.

Meine Mitbewohner*innen und ich haben Plakate und gelb-blaue Kleidung zusammengesucht und sind direkt auf Demos gegangen. Die Stimmung war während des ganzen Tages sehr bedrückend. Menschen am Telefonieren nach Hause, weinend in den Armen gelegen…

Aber auch ein aufflimmern des Gemeinschaftsgefühls. Alle Menschen waren füreinander da – egal, ob sie sich vorher kannten oder nicht. Und auch bei uns zuhause saßen am Abend Freunde und Bekannte alle zusammen. Alle in Gedanken bei den Menschen in der Ukraine…

 Nur ein Tag später hatten Freunde schon ein Spendenaufruf an ihre Unis gestartet und waren in der Planung an die Grenze zu fahren, um Freunde und Familie abzuholen. Auch an vielen anderen Stellen wurde schon gearbeitet: Instagramaccount, Paypalkonto, Emailadresse, Teams und Verantwortlichkeiten... Das Projekt, das später den Namen "Svoii" tragen würde, war geboren.

Ab da ist alles rasend schnell entstanden und das Ganze ist von Tag zu Tag enorm gewachsen. Und ich habe mich von dieser Welle der Solidarität mitreißen lassen, denn dasitzen und nichts tun kam für mich in diesen Moment nicht in Frage.

Ich arbeite in einer katholischen Jugendstelle und habe alle Kolleg*innen und Kontakte, die ich hatte angeschrieben und um Hilfe gebeten. Ich bekam das "go" von meinem Vorgesetzten auch meine Arbeitszeit in dieses Projekt reinzustecken, mit den Worten "alles was du für junge Menschen tust, ist deine Arbeit" und in dieser Zeit konnte ich diesen Menschen am meisten helfen. Und ich tu es immer noch. 

Eine der vielen einzelnen Aufgaben, die ich in den ersten Tagen übernommen habe, war z.B. die Suche nach Großunterkünften, um möglichst schnell, möglichst vielen Menschen eine sichere Unterkunft geben zu können. Sie mussten ihre Heimat, ihre Freunde, ihre Ehemänner und Väter und ihr Hab und Gut zurücklassen. Ich wollte ihnen zumindest einen sicheren Schlafplatz verschaffen.“

Stefan:

„Es war zwei Tage nach Kriegsausbruch, als ich von Anne eine Whatsapp bekam, dass die Initiative ihrer Freunde große Wirkung zeigt. Ob ich Kontakte zu Caritas, Diakonie oder Pfarreien hätte, wo schnell viele Menschen untergebracht werden könnten.

Ich hatte die Idee, einen Freund anzurufen, der Geschäftsführer bei einem Münchner Radio Sender. Ihn habe ich gefragt, ob er da eine Idee hätte, wie die Menschen in München in dieser Notlage helfen könnten. Johannes sagte schnell, dass sich das prima trifft, denn der Radiosender wolle ohnehin eine online-Plattform auf die Homepage stellen, wo sich Gastfamilien melden können, die Geflüchtete aufnehmen wollen. Und ein paar Telefonate später war klar - es klappt. Das war an einem Samstagnachmittag. Er mit seinem Sohnemann beim Einkaufen - ich mit meiner Familie im Botanischen Garten und das wichtigste Match für die nächsten zwei Wochen war gelungen - Menschen, die aus der Ukraine nach München fliehen mussten, konnte eine sichere Unterkunft angeboten werden. 

Viele Zufälle und noch mehr Wohlwollen und Hilfsbereitschaft führten dazu, dass in der Etage direkt unterhalb der Sendestudios innerhalb von 2 Tagen ein Ankunftszentrum eingerichtet werden konnte. Am Tag konnten dort mehrere Hundert meist Frauen mit ihren Kindern an Gastfamilien vermittelt werden.

Und das alles, weil gefühlt ganz München zusammen geholfen hat. Etwa 100 Freiwillige telefonierten dort täglich 12 Stunden mit Gastfamilien. Am Tag brauchte es für die Helfer und Geflüchteten z.B. Pizza für 1500€. Dazu Getränke, Kaffee, Brezen, Semmeln und Obst. Klamotten, Babynahrung, Hygieneartikel. Im Zusammenspiel mit dem Kulturzentrum GOROD mit dem Projekt Svoii, unzählig vielen Spendern und Sponsoren, mit anderen Hilfsorganisationen und etwa 3500 Gastfamilien aus München und dem Münchner Umland konnte so direkt hier in München geholfen werden. 

Mein Beitrag war ein kleiner. Schnittstellen und Kontakte herzustellen. Aber ich habe getan, was ich konnte: nämlich Helfen helfen. Und in diesen Wochen war ich wirklich unterwegs in einer Bubble der Hilfsbereitschaft. Und das nach so viel Auseinandersetzung, Aggressivität und Gegeneinander in diesen Coronajahren. Das war ein wirklicher Segen. Da haben sich an so vielen Stellen Himmel und Erde berührt.“

Hilfe für die Ukraine - Teil 2

Sosha

„Heute haben sich unsere Aufgabenbereiche etwas geändert und an die neuen Bedarfe der Geflüchteten angepasst. Wenn am Anfang noch eine Grundversorgung und Soforthilfe notwendig war, dann geht es heutzutage darum den Menschen, die längerfristig in München bleiben wollen und müssen die Integration in den deutschen Alltag zu erleichtern. Wir bieten Sprachkurse für Frauen an, unterrichten ukrainische Jugendliche, haben der Charkiwer Universität Karazin die Möglichkeit geboten eine Filiale bei uns im Haus zu errichten. Viele Ausbildungseinrichtungen in der Ukraine sind komplett zerstört worden und bei uns erhalten junge Menschen so die Chance ihre Ausbildung fortzuführen. Aber auch Freizeitangebote sind in einer solch schwierigen Zeit eine wichtige Ergänzung, denn es hilft uns Traumata besser zu verarbeiten und mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten. Wir haben kulturelle und integrative Projekte auf die Beine gestellt, wie beispielsweise tolle Workshops, Filmvorführungen, Kindertanzgruppen, Keramikkurse und vieles mehr - in Kooperation mit vielen Münchner Einrichtungen.“

Anne

„Wir wissen nicht, wie lange der Krieg noch anhalten wird. Für viele Menschen ist die Rückkehr in die Heimat erstmal undenkbar, durch die enorme Zerstörung, die immer noch tagtäglich stattfindet.

Für etwa die Hälfte der Geflüchteten ist das hier kein Zwischenstopp, sie wollen Teil unserer Gesellschaft werden. Auch weiterhin werden Ukrainer*innen unsere Hilfe benötigen, ob in Form von Information, um durch den deutschen Bürokratiedschungel zu kommen oder durch Bildung und soziale Teilhabe. Die meisten sehnen sich nach einem Zuhause, nach ihrer Familie und nach Freunden, nach Geborgenheit und Sicherheit.

Wir bleiben an den Bedarfen der Menschen dran, um ihnen Perspektiven zu eröffnen. Das Thema ist und wird aktuell bleiben und darf auf keinen Fall in Vergessenheit geraten. Lasst uns gemeinsam Tore öffnen und diesen Menschen eine Hand reichen.“

Stefan: 

In vielen Pfarreien und kirchlichen Häusern wird auch geholfen. Es werden Unterkünfte zur Verfügung gestellt, Geld und Hilfsgüter gesammelt und für den Frieden gebetet. Auch wenn die Hilfsangebote gerade was Unterkünfte angeht am Anfang noch schleppend lief. An vielen Stellen konnte ich den Eindruck gewinnen, dass Kirche hier wieder an Relevanz und vor allem an Wirksamkeit gewinnt. Vielleicht gar nicht so sehr nach außen aber nach innen. In den Jahren von Corona war vieles nicht möglich oder ist eingeschlafen. Im März konnte ich erleben, dass sich übers Wochenende 40 Freiwillige meldeten, um sich um zwei ukrainische Familien zu kümmern, die im Pfarreiheim untergebracht werden konnten. Ich konnte erleben, wie ein abzureißendes Wohnheim wieder reaktiviert wurde. Wie Pfarreiheime wieder mit Leben gefüllt wurden.

Und ich bin der Meinung, das ist eine der wichtigsten Aufgaben, die die Kirchen und die wir als Christen zu tun haben: Dort zu helfen, wo Hilfe notwendig ist. Und ich weiß: das hört sich so schön seicht an. Aber in Wirklichkeit verlangt es einem Alles ab. Wer wirklich hilft, verlässt seine Komfortzone. Wer wirklich hilft, stellt sich auf andere Kulturen ein, nimmt Unbequemlichkeiten in Kauf, teilt seine Wohnung und sein Badezimmer. Wer wirklich hilft, braucht Mut. Mut, um sich enttäuschen zu lassen und um Wege zu suchen, jetzt Notwendiges möglich zu machen. Vielleicht ist das auch ein Mut, den uns das Evangelium aufträgt. wenn es bei Matthäus heißt: "ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war nackt und ihr habt mir was zum Anziehen gegeben. Ich war fremd und ihr habt mich bei euch aufgenommen." Oder: ich musste fliehen und ihr habt alles versucht, um mir in dieser schrecklichen Situation wenigstens etwas Sicherheit und Geborgenheit zu schenken. 

Ich habe in diesen Wochen der großen Flucht wirklich viele Menschen erlebt, die ganz uneigennützig geholfen haben. Die wenigsten würden wahrscheinlich von sich sagen, dass sie fromme Christen sind. Ich würde sagen, einen Platz im Himmel haben sie sich verdient.

Und Hilfe ist weiterhin notwendig. Der Krieg dauert an. Eine Rückkehr ist noch nicht möglich und für viele auch nicht mehr vorstellbar, weil sie in der Ukraine alles und Alle verloren haben. Stehen wir als Christen diesen Frauen und Kindern bei uns in München zur Seite - mit Gottvertrauen und Mut, wirklich zu helfen.  

Umsonst und Draußen

Ausflugstipps im S-Bahn-Bereich

Das versunkene Dorf

Hört sich nach Atlantis an, ist aber Fröttmaning. Aufgrund von Müll wurde das Dorf verlagert, bis auf die Kirche und ihren künstlerischen Doppelgänger ist nicht mehr viel über aber es trotzdem spannend dort spazieren zu gehen. Auf dem Deponiehügel, dort wo das Windrad sich dreht hat man einen genialen Ausblick, ideal zum Picknicken.

Wer noch etwas Ruhe von der Autobahn möchte, kann einen Abstecher zur Fröttmaninger Heide machen. Ein Naturschutzgebiet auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz, deswegen die ausgewiesenen Wege nicht verlassen. Einfach U-Bahnstation Fröttmaning links verlassen und schon steht man in der Natur.

Kurt-Landauer-Weg 8, 80939 München-Fröttmaning

ÖPNV: U6, Haltestelle Fröttmaning, Richtung Stadion gehen, rechts über die Brücke.

 

Der lebendige Friedhof

Einen besonderen Besuch kann man dem Ostfriedhof abstatten. Neben berühmten Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhe fanden (z.B. Modeschöpfer Rudolf Moshammer oder König Ludwigs Leibarzt Dr. Gudden) sind die Bauwerke mit Brunnen und Balustraden schön anzusehen.

St. Martin-Str. 1, 81541 München-Obergiesing

ÖPNV: Tram 15, Haltestelle Ostfriedhof; S7, Haltestelle St.-Martin-Str.

 

Pasing – Venedig – und zurück

Wer das Gefühl von Urlaub in Venedig ohne Touristen möchte, kann sich in Pasing dem großen Vorbild sehr Nahe sein. Ein Viertel durchzogen von der Würm lässt einen vermuten in der venezianischen Stadt zu sein.

Planegger Str. 64, 81241 München-Pasing

ÖPNV: alle S-Bahnen, Haltestelle Pasing, Bus 265, Haltestelle Planegger Str.

Ein Jahr verschenkt? Nein! Freiwilliges Soziales Jahr

Zum ersten September hat neben vielen Ausbildungsberufen auch das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) gestartet und wir haben mit Niklas gesprochen, er hat 2020/2021 sein FSJ im Krankenhaus Barmherzige Brüder gemacht:

Niklas

Warum hast du dich für ein FSJ entschieden?
Ich wollte vor allem erstmal in den Pflegeberuf reinschnuppern. Der hat mich besonders interessiert und darum habe ich mich dann auch fürs Krankenhaus entschieden. Da kann ich auch Menschen was Gutes tun und auch prüfen, ob mir der Bereich wirklich liegt.

Wie stark warst Du in Deiner Eeinsatzstelle von Corona betroffen?
Also ich denke im Verhältnis zu anderen Einrichtungen, wie zum Beispiel die Kindergärten, ziemlich wenig. Klar hatte man so wenig Kontakt zu Patienten wie möglich, aber dennoch konnte ich viele Bereiche kennenlernen und den Alltag in einem Krankenhaus ziemlich normal kennenlernen.

Hat sich Deine Zukunftsperspektive durch dein FSJ geändert?
Ja, auf jeden Fall. Der Medizin gegenüber war ich nie ganz abgeneigt, aber ein rein medizinischer Beruf kam für mich nicht in Frage nach dem Abi. So wollte ich eher in den pflegerischen Bereich. Im FSJ habe ich aber gemerkt, dass die Medizin wahnsinnig vielfältig und spannend ist.

Wie geht es nach Deinem FSJ für Dich weiter?
Erstmal möchte ich die Ausbildung zum Rettungssanitäter machen. Danach schaue ich weiter. Vielleicht schiebe ich auch noch ein Auslandsjahr dazwischen, um die Welt zu sehen und weitere Erfahrungen zu sammeln. Dann möchte ich mir viel Zeit nehmen, um auf den Medizinertest zu lernen. Da sind 3 Monate empfohlen.  Im Anschluss daran plane ich ein Medizinstudium in Österreich oder im weiteren Ausland.

Wie hat Dich das FSJ-Jahr weitergebracht?
Auf ganz vielen Ebenen. Persönlich vor allem am meisten. Ich bin viel erwachsener und selbständiger geworden und konnte richtig viel Verantwortung übernehmen.

Was war die eindrucksvollste Erfahrung?
Ganz klar… die OP´s. Das war einfach was anderes als der Krankenhausalltag. Ich durfte sogar einen Chirurgen eine ganze Woche begleiten. Es war beeindruckend zu sehen, wie der seine Woche schafft und alles managet.

Würdest du nochmal ein FSJ machen?
Ja, auf jeden Fall. Ich habe das auch schon vielen Freunden empfohlen. Der BDKJ zahlt auch richtig gut. Ich verdiene teilweise sogar besser als die Azubis bei mir im Krankenhaus.

Also ganz klar… man verliert gar nichts in diesem Jahr. Man gewinnt nur dazu!

Ohrenschmaus - Podcasts zum interessierten Lauschen

Ab 21 – Deutschlandfunk Nova

Nein, hier gibt es kein FSK ab 21. Der Podcast bzw. Live-Sendung gibt’s immer Montag bis Freitags ab 21 Uhr. Interessante Menschen erzählen ihre Geschichten.

Von der Suche nach der Liebe bis hin zu kreativen Ideen im Job – der kleine AHA-Moment ist garantiert.

 

Die Lösung – der Psychologie Podcast

Du möchtest dich selbst besser kennenlernen? Es gibt nicht die „eine“ Lösung aber durch die Anregungen in diesem Podcast kannst du dein Chaos in deinem Kopf oder bei deinen Gefühlen etwas Ordnung reinbringen.

 

Im Namen der Hose

Keine Angst, hier wird nicht hinter vorgehaltener Hand über Sex geredet – sondern offen und mit sehr viel Humor. Der Aufklärungspodcast geht nicht nur der Frage nach „Was macht an?“ oder „Wie siehts da untenrum aus?“ sondern auch „Wie will ich meine Beziehung gestalten?“. Ein ziemlich gut aufklärender Podcast, ohne dass die Moralkeule geschwungen wird und das einem die Schamesröte ins Gesicht steigt.

 

Pumuckl – ein Hörspielklassiker

„Was sich reimt ist gut“ meinte der Pumuckl als er seinen Auftritt in dem berühmte Meister-Eder-Werkstatt hatte. Übrigens war das im Hinterhaus der Widenmayerstraße 2 im Lehel in München. Der Podcast holt einen durch die Streiche des kleinen Kobolds in die eigene Kindheit zurück. Und wenn man genug hat, macht man es wieder Pumuckl: „Ich geh schaukeln“.

 

Alle Podcasts findet ihr auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

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