Impulse

Zeit verschwenden

In unserem Leben spielt Zeit eine wichtige Rolle: Tage werden in Stunden, Minuten und Sekunden eingeteilt.

Es gibt auch viele Wörter, die mit Zeit zu tun haben: Zeitplan, Zeitgeist, Zeitvertreib, Zeitdruck, Zeitfresser, Zeitnot, …

Ebenfalls gibt es viele Geschichten und Lieder über die Zeit und darüber, wie wir mit ihr umgehen sollen. Eine meiner Lieblingszeilen ist: „Doch Zeit ist nicht verschwendet, wenn ich sie verschwende“. https://www.youtube.com/watch?v=uY3CDe1UysY

Aktuell kommt es mir aber so vor, dass ich nur schwer Zeit verschwenden kann mit Menschen, die ich mag. Ganz im Gegenteil, in vielen Bereichen werde ich gerade angehalten, möglichst effektiv u sein und keine Zeit zu verschwenden. Auch fehlen mir die Möglichkeiten, zum einen da es aktuell nicht erlaubt ist, zum anderen weil ich im Homeoffice bin und niemanden habe mit dem ich meine Zeit verschwenden kann. Es bleiben nur irgendwelche digitalen Dingen, die mich nach über einem Jahr Corona langsam nerven. In solchen Momenten, wo mich alles nervt und ich keine Lust mehr auf nichts habe, fehlt mir die Motivation irgendwas zu tun. An anderen Tagen gehe ich spazieren und freue mich, dass der Frühling gerade loslegt und in allem was sich regt, sehe ich die Hoffnung und das Versprechen: es wird besser und ich bin nicht allein in all diesem Chaos. Nicht nur, dass ich wunderbare Menschen in meinem Leben habe, sondern das Gott mich nie verlässt und ich mich auf ihn auch immer verlassen kann. Und irgendwann werde ich meine Zeit wieder so richtig verschwenden können und mit meinen Lieblingsmenschen nichts tun können. 
 

Hedwig Behl, Jugendreferentin München Süd-West


Fastenzeit

Phoebe Bridgers – „I Know The End“ https://www.youtube.com/watch?v=H9KYQ_tnTtc


Ich finde das Lied passt ganz gut zu dieser Pandemie: Das Romantisieren des ruhigen Lebens wird langsam anstrengend.  Wir sehen uns nach einem Ende. Endlich wieder ohne Einschränkungen leben, rausgehen, andere Orte und Menschen sehen.

Aber wir wissen alle, bis es wieder ganz normal wird, vergeht noch viel Zeit.

 Und dennoch läuft die Zeit normal weiter. Auch das kirchliche Jahr.

Nun hat die Fastenzeit begonnen

Normalerweise stelle ich mir kurz vor der Fastenzeit die Frage: Worauf möchte ich dieses Jahr bewusst verzichten?

Dieses Jahr dachte ich eher: Worauf denn noch verzichten?

Seit der Pandemie und vor allem im Lockdown müssen wir auf so vieles verzichten: Freunde treffen, feiern gehen, Alltag leben…

Fastenzeit bedeutet ja eigentlich auch nicht unbedingt verzichten, sondern sich auf Ostern vorbereiten. Und vielleicht ist die passende Vorbereitung für dieses Jahr einfach nicht das Verzichten, sondern mal etwas ganz anderes.

Mir jeden Tag Zeit nehmen und mit meinen Freunden telefonieren, oder zu einem Spaziergang (mit Abstand) zu treffen.

Jeden Tag irgendetwas tun, was mir gut tut, oder etwas womit ich meinen Freunden/ meiner Familie etwas Gutes tun kann.

Irgendetwas fällt mir schon ein, um die Welt ein bisschen besser zu machen

Ich denke da gibt es viele Möglichkeiten.

Was fällt dir ein, dass du in dieser Zeit bewusst machen könntest, oder möchtest?

 

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Ich habe langsam keine Lust mehr passiv zu ertragen. Ich habe Lust etwas zu tun, aktiv zu sein (zumindest im Rahmen der gesetzlich möglichen Dinge).

Und ich unterstreiche solche Stimmungen gerne mit einem Lied, deswegen habe ich zum Abschluss dieses kleinen Impulses noch ein Motivations-Lied für euch:

https://www.youtube.com/watch?v=JWxtHD6ToY4

 

Miriam Grottenthaler, Jugendseelsorgerin München Süd-West


ADVENT2020.

„Eine besondere Zeit. Still und laut zugleich. Besinnlich und hektisch. Erwartunsgvoll und erfüllt.“

Naja, zumindest normalerweise.

Doch dieses Jahr ist 2020. Kein normales Jahr. Pandemie.
2019 hätten wir uns nicht vorstellen können, dass 2020 so wird, wie es wurde.

Und der Advent? Die „staade Zeit“?

Es wird wohl zum ersten Mal seit vielen Jahren wirklich so still sein, wie man es sich vorstellt.
Keine Christkindlmärkte, kein Gedränge in den Geschäften, kein Advents-/Weihnachtsfeierhopping.
Zu Hause bleiben, Kontakte einschränken, lieber vorsichtig sein, damit das Weihnachten mit der Familie klappt.
Und da wird die „staade Zeit“ real. Aber nicht so ganz aus eigener Entscheidung, sondern weil die Umstände uns dazu zwingen.
Wir können es nicht ändern, aber wir können es so gut für uns machen, wie es geht.

Endlich mal Advent ohne Stress, die Wohnung, in der man sich eh die meiste Zeit aufhält, schön dekorieren. In Ruhe Plätzchen backen, den Freunden die in der Nähe wohnen eine kleine Adventsüberraschung vor die Tür stellen und mit Glühwein digital anstoßen.
Die Wartezeit auf Weihnachten mal so richtig auskosten, erwartungsvoll.
Auch wenn noch nicht klar ist, wie Weihnachten dieses Jahr dann wirklich wird. Eines ist klar: Wir feiern trotzdem. Wir feiern die Geburt von Jesus Christus, ob alleine, im kleinen Kreis, im Gottesdient, digital.

Wir feiern klein und doch alle zusammen.

Eine kleine Geburt, die trotz widriger Umstände etwas ganz Großes wurde.

Miriam Grottenthaler, Jugendseelsorgerin München Süd-West


Gedanken Pause

Ein Viertel Jahr Corona-Krise liegt hinter uns. Und wohl noch viele Monate, die vor uns liegen und noch so manches an Geduld, Verzicht und Ausdauer von uns allen abverlagen.

Wie geht es Dir nach über 80 Tagen Corona-Einschränkungen? Wie geht es Dir mit den Lockerungen? Freust Du Dich auf offene Restaurants und Biergärten, auf Kino und Tanzkurs, auf Freibad und Freunde treffen? Oder bereitet Dir die schrittweise Öffnung Sorgen, weil damit auch das Infektionsrisiko wieder steigt und unkontrollierbarer wird?

In vielerei Hinsicht waren wir gezwungen gute Alternativen zu entwickeln und Neues auszuprobieren; sei es in der Arbeit oder im Kontakt mit Freunden und Familie. Wie war/ist das bei Dir?

Das BEWAHR-O-METER lädt Dich ein, mal durchzuschaufen. Leg doch mal eine kurze Gedankenpause ein und spüre in Dich hinein, wie Du durch die letzten Wochen gekommen bist.
Wer sich auf das BEWAHR-O-METER einlässt, beantwortet in 5 Schritten spielerische Fragen. Die ersten drei Steps machen dir bewusst, wie du mit den Einschränkungen umgegangen bist und welche Gefühle und Prioritäten bei dir im Vordergrund standen. In den letzten zwei Schritten wechselt Du dann die Perspektive. Gibt es Neuerungen, zum Beispiel gute Ideen, Rituale oder Gewohnheiten, die auch in Zukunft eine Rolle spielen sollen? Dann halte sie Dir fest und nimm sie mit durch Deinen Alltag!
Gehab Dich wohl!

Stefan von den Jungen Erwachsenen
 

Das BEWAHR-O-METER ist eine Intervention von Studio komplementaer, © 2020 

https://studio-komplementaer.de


Schau auf di - Der HERR tut's auch!

Bildnachweis: Bernhard Hennecke 2020

So langsam tasten wir uns aus dem Lockdown heraus. Gottesdienst, Schule, Biergarten, Wirtshaus und Café finden wieder live statt ...

Vernunft und Rücksicht contra Nähe und Lebensfreude
Die Nerven sind arg strapaziert und die Sehnsucht nach Normalität lässt viele von uns die gebotenen Regeln vergessen.
Dabei wäre eine kleine Grundregel ganz einfach: AHA - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske!
So einfach ist das jedoch gar nicht:
Beim Spazierengehen begegnen mir Menschen, die zu dritt nebeneinander keinen Platz für mich lassen ...
Die Kinder in der Schule halten sich dran und die Eltern warten in Grüppchen vor der Schule ...
Wie gehe ich mit der Unvernunft und Rücksichtslosigkeit der anderen um?
Soll ich mir auch diese Wurstigkeit angewöhnen?
Bevor es mich weiter hinunter zieht - ein Blick nach oben:

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: / Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn, / der Himmel und Erde gemacht hat.
Er lässt deinen Fuß nicht wanken; / er, der dich behütet, schläft nicht.
Nein, der Hüter Israels / schläft und schlummert nicht.
Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten; / er steht dir zur Seite.
Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden / noch der Mond in der Nacht.
Der Herr behüte dich vor allem Bösen, / er behüte dein Leben.
Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst, / von nun an bis in Ewigkeit.
(Psalm 121)


... und weil wir demnächst vielleicht wieder Wohnmobile und Gespanne mit gelben Nummernschildern auf der Straße haben: https://youtu.be/kegQdG7UFnQ

Bernhard Hennecke, Jugendseelsorger, KJS im BGL

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